Erstellt am 18.12.2018 16:35

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Notfallpläne für Heime und Krankenanstalten
Betriebsgründung → Zivil- und Katastrophenschutz, Feuerwehr

Anforderung

Bezeichnung

Notfallpläne für Heime und Krankenanstalten (L)

Kurzbeschreibung

Der Heimleiter eines Heimes und der Verwaltungsleiter einer Krankenanstalt haben einen Notfallplan zu erstellen.

Allgemeine Information

Der Heimleiter eines Heimes und der Verwaltungsleiter einer Krankenanstalt haben als Grundlage für die Vorbereitung und die Durchführung der Abwehr und der Bekämpfung von Katastrophen, die das Gebäude oder die bauliche Anlage betreffen können, einen Notfallplan zu erstellen.

Voraussetzungen

Notfallpläne haben die katastrophenrelevanten Gegebenheiten, eine Darstellung der Gefahrenlage und Gefahreneinschätzung, eine Bestandsaufnahme und einen Maßnahmenkatalog zu enthalten.

Fristen

Der Notfallplan ist innerhalb von drei Monaten nach der Aufnahme des Betriebes dem Bürgermeister vorzulegen.

Erforderliche Unterlagen

Notfallplan

Kosten

keine


Zuständigkeit

Zuständige Stelle


Details

Verfahrensablauf

Der Notfallplan muss dem Bürgermeister innerhalb offener Frist vorgelegt werden.

Zusätzliche Information

Notfallpläne für Krankenanstalten und Heime sollen sicherstellen, dass innerbetriebliche Strukturen zur Abwehr und zur Bekämpfung von Katastrophen aufgebaut werden, Krankenanstalten und Heime auch in Katastrophenfällen so lange wie möglich ihre Funktion aufrecht erhalten können. Notfallpläne für Krankenanstalten und Heime haben eine bauliche Beschreibung des Objekts unter Angabe der nachfolgenden Informationen zu enthalten: Zahl der Krankenbetten bzw. Heimplätze, für Krankenanstalten die Mindest-Behandlungskapazität (sofort) bzw. die Maximal-Behandlungskapazität (nach 45 Minuten Vorlaufzeit) für Leicht-, Mittel- und Schwerstverletzte, Zahl des Betreuungspersonals, Zahl des ärztlichen Personals, Zahl des sonstigen Personals, insbesondere Hausmeister, Portiere, etc. sowie der Bereitschaftsdienste (Ärzte, Betreuungspersonal, technisches Personal), Lage allfälliger Versorgungseinrichtungen (Küche, Kiosk), Lage allfälliger Versammlungsräume, Lage allfälliger Turnhallen bzw. Therapieräume, Lage allfälliger Sanitätsräume, Lage allfälliger Schutzräume, Pläne der Hausversorgungseinrichtungen, Lage allfälliger Rettungszufahrten und Heliports, Angaben über allfällige Lautsprecheranlagen, hauseigene Radio- oder Fernsehkanäle und sonstige Kommunikationsanlagen, Angaben über allfällige Warn- und Alarmierungseinrichtungen. Bei der Darstellung der Gefahrenlage ist anzugeben, an welchen Stellen und in welchen Bereichen welche Arten von Katastrophen, insbesondere hervorgerufen durch Brand, Explosion, Hochwasser, Mure, Flutwelle, Lawine, Chemiegefahr, Strahlenquelle, Felssturz, Steinschlag, sonstige Katastrophenfälle wie Terrorakte, Seuchen oder Epidemien, auftreten können und welches potentielle Gefahrenausmaß von diesen ausgeht. Anzugeben ist vor allem, welche Personen, Gebäudeteile oder sonstigen Einrichtungen durch diese Katastrophen gefährdet werden können. Notfallpläne für Krankenanstalten und Heime haben eine Bestandsaufnahme unter Angabe nachfolgender Informationen zu enthalten: Plan über die Ausstattung an Mitteln für die Erste Hilfe, Fluchtwegeplan, [gekürzt!!]

Rechtsgrundlage

Tiroler Katastrophenmanagementgesetz, LGBl. Nr. 33/2006 idgF, § 12; Notfallplanverordnung LGBl. Nr. 16/2007;